eine partizipative Installation –
interaktiv, auditiv, diskursiv.

Laura Bohn
Co-Founder Dock 7 Records & Management

»Es ist großartig, gerade bei Kunst, die Interaktion zwischen den Leuten stattfinden zu lassen und den Austausch über die Kunst durch Andere sowie von anderen Perspektiven mitzubekommen.«

10 Orte, 10 Kunstwerke, 10 Hörer – 1 Raum

Erkunde »position« – eine interaktive Installation, welche Meinungen von Besuchern einfängt und umgekehrt: loslässt. Im Folgenden werden virtuelle und reale Positionen spielerisch zugänglich.

Durch Kunst wird – wie Schiller schon sagte – die Wahrnehmung geschärft und Emotionen geweckt. Intensivieren kann man diese positiven Auswirkungen der Kunst durch Selbstbeobachtung, Reflexion und Imaginationsfähigkeit – durch »position«.

Was ist unsere Ausgangslage?

Wie begegnen wir Kunst? Wie bewusst nehmen wir wahr? Was davon geben wir preis? – Diese Fragen haben uns im Selbststudium beschäftigt.

Der Kunst liegt die Freiheit des Denkens zu Grunde. Den Mut zur eigenen »Kunstkritik« – wenn man einem Exponat begegnet – haben allerdings viele nicht. Einzelne Publikumsstimmen zu Kunstwerken werden meist als nicht allgemein vertretbar angesehen. Wir möchten den Dialog zwischen einzelnen Werken und zu den Künstlern an­regen – eine Verständigungsleistung zwischen Kunst­­werken und Publikum bieten. Wie regen wir als Kommunikations­designer Kommunikation aktiv an? Wie können wir zu positiver wie negativer Kritik ermutigen? Betrachter dürfen zu Wort kommen, sich ihre eigene Meinung bilden und sich dieser bewusst werden.

Was haben wir daraus entwickelt?

»position« ist eine interaktive Installation, welche Meinungen von Besuchern einfängt und umgekehrt: loslässt. Wir bieten dem Publikum von Kunst- und Kulturveranstaltungen ein zweiteiliges Erlebnis: An den zehn mobilen Stationen, die an Kunstwerken positioniert sind, können sie aktiv ihre persönlichen Empfindungen und Ideen zum Gesehenen einsprechen. Die eingefangenen Kommentare werden live in den räumlichen Teil der Installation übertragen und an einem fest verorteten Gegenpart (Lautsprecher) abgespielt. Im Raum entsteht ein Dialog subjektiver Stimmen, der den Gedankenaustausch in und über Kunst fördert. Die Besucher könnenn sich im auditiven Meinungsquerschnitt von Kunst bewegen und fokussiert einzelnen Äußerungen lauschen. Das Künstler-Objekt wird bei »position« zum Betrachter-Subjekt.

Wie ist uns dieses Vorhaben gelungen?

Unsere Installation »position« schärft die Sinne der Besucher, schafft Spielraum für Gefühle und gibt dem Verstand den Anstoß zu spielerischer Reflexion. So bleiben die Begegnungen mit Kunstwerken in Erinnerung. Unverfälschte Meinungen, Anregungen und Assoziationen zum eigenen Werk – das indirekte Feedback kann für die Künstler Ausgangspunkt zur Weiterarbeit und Forschung sein. Ebenso geben wir den Organisatoren der Veranstaltungen Ein- und Ausblicke, Stimmen und Meinungen der Besucher.

Finanzierung

 

Wie bleiben wir dabei unabhängig?

Authentisch, unabhängig und unvoreingenommen – diese Art von Meinungen wollen wir einfangen und so wollen wir auch in diesem Projekt agieren. Deswegen haben wir »position« komplett per Crowdfunding finanziert. In einer Kampagnen-Laufzeit von nur sechs Wochen haben wir 119 Prozent erfolgreich finanziert. Die Materialkosten in Höhe von 5.020 Euro konnten damit gedeckt werden.

Sprich in die
Telefonhörer.

Höre an den
Lautsprechern.

Lausche den Worten und beziehe selbst »position«.

Lasse Meinungen auf dich wirken und trete in den indirekten Dialog.

»position« deckt sowohl die Interessen der Organisatoren, Aussteller und Künstler bis hin zu denen der Besucher ab.

Die mobilen Stationen funktionieren völlig autark, können mit verschiedenen Ansagetexten bespielt werden und lassen sich somit an unterschiedlichsten Werken und Orten platzieren.